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2024-01-05

Berichtigung von Rechnungen

Im Umsatzsteuerrecht spielt die Rechnung eine entscheidende Rolle, sowohl im allgemeinen Geschäftsleben als auch in steuerrechtlichen Angelegenheiten. Die korrekte Ausstellung einer Rechnung ist grundlegend, um steuerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen und um den Vorsteuerabzug zu ermöglichen.

Bedeutung der Rechnung

Jede*r Unternehmer*in, der inländische Lieferungen oder Dienstleistungen erbringt, ist verpflichtet, die entsprechende Umsatzsteuer gemäß den gesetzlichen Bestimmungen zu entrichten. Dies gilt unabhängig davon, ob Rechnungen darüber ausgestellt werden oder nicht.

Auf der anderen Seite ist es für alle, der Umsatzsteuer in Rechnung stellen, zwingend erforderlich, diese Steuer an das Finanzamt zu zahlen, selbst in Fällen, in denen laut allgemeinen Umsatzsteuerregelungen eigentlich keine Steuerschuld entstehen würde (Steuerschuld kraft Rechnung). Vorsicht also bei umsatzsteuerbefreiten Unternehmer*innen gemäß UStG § 6 Abs. 1 Z. 27, denn sollten diese Rechnungen mit Umsatzsteuer verrechnen, schulden sie die Umsatzsteuer und verzichten dadurch auf die Befreiung. Gleiches gilt auch bei Nichtunternehmer*innen, welche Rechnungen mit Umsatzsteuer ausstellen, diese schulden die Umsatzsteuer und müssen diese an das Finanzamt abführen.

Auch für Rechnungsempfänger*innen ist es entscheidend eine korrekt ausgestellte Rechnung zu erhalten, um den Vorsteuerabzug geltend machen zu können. Ohne eine solche Rechnung ist kein Vorsteuerabzug möglich.

Häufige Rechnungsfehler

Fehler bei der Rechnungserstellung können gravierende finanzielle Folgen haben. Häufige Fehlerquellen sind der unrichtige Steuerausweis, sei es durch falsche Steuersätze oder unzutreffende Anwendung des Reverse-Charge-Verfahrens, sowie formale Mängel wie fehlende oder falsche Angaben zu Lieferant, Leistungsempfänger oder Leistungsdatum.

Zulässigkeit und Berechtigung zur Rechnungsberichtigung

Grundsätzlich dürfen unrichtige Rechnungen berichtigt werden. Das Recht und die Pflicht zur Berichtigung liegen bei den Rechnungsaussteller*innen. Einseitige Berichtigungen durch die Rechnungsempfänger*innen sind rechtlich nicht wirksam.

Durchführung der Berichtigung

Es gibt zwei Wege zur Rechnungsberichtigung: Entweder wird eine eigene Berichtigungsnote ausgestellt, oder eine neue, berichtigte Rechnung wird erstellt.

Wirkung von Rechnungsberichtigungen

Rechnungsberichtigungen sind nur wirksam, wenn sie den Leistungsempfänger*innen nachweislich zugegangen sind. Sie wirken nicht rückwirkend. Bei Steuerprüfungen kann eine nicht beanstandete mangelhafte Rechnung nachträglich berichtigt werden, um Sanktionen zu vermeiden.

otto_deweis_weidlinger - 05:43:14 @ Allgemeines | Kommentar hinzufügen

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